Kuscheltier-Liebhaber Tag und die Schöpferkraft

 

Kuscheltier-Liebhaber Tag und die Schöpferkraft

Heute will ich mal einen Tag ehren, dem wir vermutliche alle irgendwie mit unserer Kindheit in Verbindung bringen können. Wer hatte es nicht? Dieses eine bestimmte Kuscheltier, das Mama nie waschen durfte. Das Dich in der Nacht beschützt hat und am Tage für Trost gesorgt hat.

Oder welche Mama kennt das nicht, das genau wegen dieses Kuscheltiers über Hunderte von Kilometer bereits zurückgereist wurde, weil es nicht im Gebäck war als man zu Hause ankam? Wie viele Mütter haben diese Fellnase bereits versucht ein zweites Mal zu kaufen, damit ja eine in Reserve ist, wenn das Kind ihren-seinen Liebling nicht mehr findet?

Und zur gleichen Zeit ist auch das wieder eine Erklärung, dass sich manifestierende Ideen oft an mehrere Stellen der Erde gleichzeitig in die Materie eintreten.

Ich bin einmal auf die Suche gegangen um herauszufinden, wie die Geschichte des wohl bekanntesten Kuscheltieres entstanden ist, dem Teddybären.

Bekanntheitsgrad hat der Teddybär ungefähr seid Anfang des 20.ten Jahrhunderts. Von da an hatte dieser kleine Star eine unbeschreibliche Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. Und wir sprechen jetzt hier nicht von irgendwelchem Filz oder Stoffgestalten, sondern von dem geliebten Teddybären:

 teddy 2989138 1920

Pixabay

Der uns mit seinem meist kuscheligen Fell und den dicken Tapsen durch Dick und Dünn begleitet und bis zum heutigen Tage in den Kinderzimmern zu finden ist.

Bei der Entstehung des Teddybärens gibt es zwei Geschichten. Ich habe mich entschieden mit der amerikanischen Geschichte zu starten:

Der Zeitpunkt liegt im Jahre 1902. Im diesem Novembermonat ging der amerikanische Präsident in den Südstaaten. Es gab dort Streitigkeiten zwischen den Nord und Südstaaten. Bei der Ankunft wurde der Präsident eingeladen auf eine Bärenjagd. Diese ehrenvolle Einladung nahm der Präsident. Als leidenschaftlicher Jäger, natürlich gerne an. Das Problem der Gäste war allerdings, dass diese Jagd dem Präsidenten wohlwollend sein sollte. Allerdings lief einfach kein Bär vor die Flinte des Präsidenten und das brachte die Gastgeber in eine missliche Lage. Dann kam es so, dass die Treiber der Jagd endlich Glück hatten und ein Bärenjunges in Richtung des jagdlustigen Präsidenten treiben konnten. Und zu allem Überfluss banden die Treiber den jungen Bären mit einem Strick an einen Baum, damit diese nicht auch noch entwischen konnte.

Der Präsident, dessen Namen übrigens Theodore Roosevelt, sah das Bärenbaby und handelte nicht im Sinne der Jagdtreiben:

 250px President Theodore Roosevelt 1904

Pixabay

Auch dann im Volksmund gern genannt Teddy, weigerte sich das Bärenjunge zu erlegen. Der Karikaturist der Washington Post, Cliffford Berryman, der auch an der Jagd teilgenommen hatte, sah darin eine willkommene Chance für sich:

 Karikatur Roseveelt

Clifford Berryman's 1902 political cartoon in The Washington Post spawned the Teddy bear.

Und diese Karikatur war nun der Beginn einer großen Teddy-Welle. Nachdem dieses in der Washington Post abgebildet war, deren Leser das Ehepaar Michtom gehörten, die ein kleines Geschäft in Brooklyn besaßen, kamen auf eine Idee.

Die Frau fertigte einen kleinen Teddybären aus Soff den sie zusammen mit der Zeichnung aus der Zeitung in die Auslade stellten. Der Mann schrieb einen Brief an den Präsidenten, mit der Bitte den Stoffbären von nun an unter dem Namen Teddy zu verkaufen. Und es war kaum zu glauben, der Teddy-Bär wurde zum Erfolgsstar und verhalf einem bisher unbekannten Warenladenbesitzer zu der größten Teddy-Bär Herstellung, die sich heute zur Toy Company entwickelt hat.

Die andere Geschichte um den Teddybären führt uns nach Deutschland. Zur gleichen Zeit, nur tausende von Kilometer entfernt und durch einen Ocean getrennt. Wir reisen zu Magarete Steiff, die bereits in ihrer Herstellung von Tieren großartiges in Filz geleistet hat. Bereits zu dieser Zeit hatte sie in ihrer kleinen Werkstatt über 600 Elefanten im Jahre 1885 geschaffen und ein Jahr später waren es über 5000 Stück. Magarete war auch eine Geschäftsfrau, sie bereiste Messen und entwickelte die Tierschar weiter. Auch Bären waren bereits darunter. Als zur Jahrhundertwende die Puppen eine solchen Aufschwung erlebten, musste die Firma Steif sich etwas einfallen lassen um diesen Trend stand zu halten. Das Problem dabei war, der Name Steif ist auch was die Tiere waren „steif“. Richard Steiff versuchte nun ein Stofftier für die Messe zu entwickeln, deren Amre und Beine beweglich waren. Und dabei war der Unterschied zu den bisherigen Bären. Auf der Messe wurden diese „Wesen“ nur belächelt bis fast in die letzte Sekunde, als ein amerikanischer Händler 3000 Stück bestellte. Vermutlich ausgelöst durch die in Amerika entstandene „Teddywelle“.

Magarete Steiff war noch nicht überzeugt, dass der „Teddy-Bär“ weiter produziert werden sollte. Jedoch Franz Steiff ging mit dem „bewegbaren“ Bären auf die Weltausstellung nach St.Louis im Jahre 1904. Mit seiner Rückkehr hatte er Aufträge von 12000 Teddybären im Gepäck.

Dieser Ausflug in die Geschichte des Teddybären. Und es gäbe da noch andere Geschichten, wie die Geschichte der Gebrüder Wright und Otto von Lilienthal, bezüglich der Luftfahrt. Oder auch Daimler und Benz in der Geschichte der Autoindustrie.

All das zeigt die Wirkung von Gedanken im Feld…….

Und für alle, die nun schon seid längeren an einer Vision arbeiten, und immer und immer wieder daran feilen oder vielleicht noch überlegen, ob sie sollen oder nicht……Wenn Du es nicht anpackst, es ist bereits im Feld, dann wird es einer machen, der nicht so lange zögert……..