Nahtoderfahrung veränderte mein Leben

 

Nahtoderfahrung veränderte mein Leben

Mit 31 denkt man nicht ans Sterben und mit vier kleinen Kindern schon gar nicht Und dennoch veränderte sich damals mein ganzes Leben. Ich starb auf der Fahrt ins Krankenhaus, verließ meinen Körper und schwebte neben dem Auto her, neugierig was da wohl passieren würde. Es war so natürlich zu sterben.

Eine Lungenembolie und qualvolles Ersticken ging diesem Ereignis drei Wochen lang voraus. Ich habe damals zu den Frauen gehört, die an einer bestimmten Pille sterben mussten. Ich habe es wieder zurückgeschafft. Andere nicht. Viele Frauen sind damals in England gestorben. Mein Glück im Unglück war eine Falschbehandlung eines Notarztes, der auf eine Rippenfellentzündung diagnostizierte und mich Unmengen an Schmerzmitteln nehmen ließ, die mein Blut verdünnten. Dennoch, nach drei Wochen, in denen es mir täglich schlechter ging und jede ärztliche Urlaubsvertretung mich für eine Simulantin hielt, kollabierte die Lunge, mein Atem ging immer flacher und schließlich schleppte mich mein damaliger Ehemann ins Auto und fuhr mich ins Krankenhaus.

Auf dieser Fahrt bin ich ausgestiegen und die folgenden Momente in meinem Leben werde ich niemals vergessen.

Eine neue Erkenntnis durch die Nahtoderfahrung

Frieden, unendlicher Frieden durchströmte mich. Ich wurde weit und dehnte mich aus. Vorher nur auf den nächsten Atemzug konzentriert, war ich jetzt frei und weit und überall. Ich schwebte neben dem Auto und sah meinen Kopf an die Scheibe gelehnt, mein Körper war zusammengesunken und lebte nicht mehr. Das war mir unwiderruflich klar.

nahtod erfahrung 500Mein Bewusstsein dehnte sich weiter aus, auf die Landschaft durch die mein Mann fuhr. Ich driftete weiter von diesem Auto weg und sah die Welt. und ich konnte sie fühlen. Ich war immer noch ein Teil von ihr, aber da war noch etwas anderes. Ich konnte immer noch sehen, denken und fühlen und ich hatte all meine Erinnerungen, an jedes Ereignis in meinem Leben glasklar vor mir stehen. „Ich bin noch da,“ schoss es mir durch den Kopf. „Nichts geht verloren,“ dachte ich.

Dann war ich gleichzeitig an verschiedenen Orten. Ich war im Schlafzimmer meiner Mutter und sah, wie sie sich unruhig  hin und her wälzte. Ich dachte mich in mein Zuhause zurück und sah meine vier Kinder, wie sie ängstlich mit dem Babysitter im Wohnzimmer saßen. Gleichzeitig schien Zeit keine Rolle mehr zu spielen und mehrere Ereignisse meiner Vergangenheit liefen parallel vor mir ab. Ich konnte die Stimmen meiner Kinder hören und mein Bewusstsein war gleichzeitig bereits im Krankenhaus, wo ich sehen konnte, was man alles tat, um meine Ankunft zu erwarten.

Und dann nahm ich das Licht war und auf der Stelle durchzog mich ein ungeheures Gefühl von Liebe und Akzeptanz. Es war als würde das Licht mit jeder meiner Zellen kommunizieren, obwohl mein Körper ja eigentlich gar nicht mehr zu mir gehörte, dennoch mein Ätherkörper nahm alles wahr, als hätte ich noch einen echten Körper.

Das Licht sammelte sich, wirbelte und wurde zu einer Spirale, die im Inneren weiß und nach außen immer gelb-goldener wurde. Und ich sah Wesen in diesem Licht, die mich zu sich winkten und ich erkannte meine Oma, die ich so geliebt hatte, meinen Großonkel und andere, die ich nicht aus diesem Leben kannte, aber, die dennoch unendlich vertraut waren.

Kurz durchzuckte mich der Gedanke: „Wie kannst Du denn gehen, du hast vier kleine Kinder?“ Aber das Licht war stärker und die Freude dazu zu gehören so unendlich groß, dass ich tiefer und tiefer in diesen Lichttunnel glitt. So viel passierte bei dieser Passage durch diesen Tunnel, dass unmöglich in Worte zu fassen ist. Am Ende stand eine ältere Frau, die ich nicht kannte, eine Nonne.

- „Wie kannst Du denn gehen, du hast vier kleine Kinder?“ -

Kaum sah ich sie, wurde das Licht abweisender und sie sprach: „Du darfst nicht weitergehen. Du hast eine Aufgabe in dieser Welt. Deine Zeit ist noch nicht gekommen. Dein Leben wird sich ändern. Suche Gott und die Stimmen des Himmels und bringe sie zu den Menschen. Du wirst mich wiedersehen. Ich bin Deine Urgroßmutter (sie starb 19 Jahre vor meiner Geburt). Deine Mutter hat vier Dinge von mir. Einen Ring, eine Brosche und einen Rosenkranz und etwas aus Stoff. Sie gehören Dir. Achte gut auf Sie. Sie werden Dich begleiten. Habe keine Angst auf diesem Weg. Wir sind da, aber jetzt musst Du gehen.

Ich wollte noch etwas fragen, aber das ganze Szenario entglitt mir und ich hörte von ganz weit her, wie durch Raum und Zeit, die kläglichen Stimmen meiner Kinder rufen: „Mami, Mami…!“

In diesem Moment fühlte ich mich gestört. Dieses wunderbare Licht entglitt mir und dieser Verlust war entsetzlich. Das Leben zu verlieren war nicht schlimm, aber dieses Licht zu verlieren war das Schlimmste, was mir je passiert war. Es war für mich schlimmer wie der Tod.

Ich begann zu weinen aber unbarmherzig zog es mich zurück. Es wurde kälter und dunkler und dann hörte ich Stimmen um mich herum die schrien: „Achtung, sie kommt zurück!“ Ich fühlte den Einstich einer Spritze und alles versank im Nebel. Die Welt hatte mich wieder.

Das Licht gibt Kraft

Nach diesem Sommer brach meine alte Welt zusammen. Scheidung, Verlust des Hauses, Zwangsversteigerung und ich lernte bittere Armut kennen. Doch die Erinnerung an dieses Licht hat mir geholfen, diese bitteren, angstvollen Momente zu durchstehen und ich weiß, dass wir unsere Aufgabe erfüllen müssen, dafür sind wir hier. Heute 21 Jahre später leite ich ein Seminarhaus und höre die Stimmen des Himmels in mir. In unserem Séanceraum ist die geistige Welt präsent und Menschen lernen bei uns, diese Stimmen zu hören. Ich trage den Ring meiner Urgroßmutter, die wirklich Nonne war, wie ich später erfuhr, Wir hatten nie zuvor über sie gesprochen. Heute trage ich den Ring, mit dem sie 1898 zur Braut Christi geweiht wurde und ihre Brosche trägt die Inschrift: Glaube, Liebe und Hoffnung. Das Tuch gehörte zur Uniform meines Urgroßvaters und war mit seinem Namen bestickt.

Die geistige Welt ist präsent in unserem Haus und mein zweiter Ehemann arbeitet unermüdlich als Heilmedium für die Menschen. Wir haben der geistigen Welt versprochen für Heilung kein Geld zu nehmen und seither passieren bei den Heilungen wunderbare Dinge.

Und ich stehe nun vor dem letzten Teil meiner Aufgabe, nachdem ich bereits so viel getan habe und frage mich, jetzt, wo ich Gott seit langen in meinem Leben gefunden habe, wie ich dies weitergeben soll. Also bleibt wieder der Weg und die Bitte um Führung und Beistand und während ich dies schreibe, sind sie da…..alle… und ein wunderbares Gefühl durchströmt mich und ich weiß…alles wird gut.