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Was ist ein Medium?

Vorhersagen von Hellsehern und Medien sowie die Erzeugung von physikalischen Phänomenen kann man durch die ganze Geschichte der Spiritualität zurück verfolgen - bis zum Jahre 1848. Damals erfuhr die Welt von einer Familie Fox aus Hydesville, New York. Die Familie wurde von dem Geist eines Hausierers aufgesucht, der von einem früheren Besitzer des Hauses ermordet und im Keller des besagten Hauses begraben wurde.

Als man später das Fundament an der Stelle aufbrach um nachzusehen, bewahrheiteten sich die Durchsagen des Hausierers. Dies belegt ohne Zweifel, dass die geistige Welt uns kontaktieren kann und unser Leben weitergeht nach dem Durchschreiten der Pforte, die wir Tod nennen. Einige andere berühmte Namen sind Emmanuel Swedenborg oder Andrew Jackson Davis. Ein ganz berühmter Exportartikel aus England war Emma Hardinge Britton, die als Trance Medium weltberühmt wurde. Ihre Auftritte und Reisen führten Sie nach Amerika, Kanada, Australien und Neuseeland. Überall referierte Sie über die Botschaften des Spiritualismus. Helen Duncan erlangte Berühmtheit, weil sie als letzte Frau unter dem "act of witchcraft" der Hexerei angeklagt wurde.

                            

Emma Hardinge Britten               Helen Duncan                              Andrew J. Davis                                 Fox sisters

Diese Medien hatten es sehr schwer in ihren Anfangszeiten. Sie wurden nicht nur von der Kirche als suspekt betrachtet, auch die allgemeine Bevölkerung war ihnen nicht immer wohl gesonnen. In England wurde 1882 die Society of Physical Research gegründet. Erst diese Institution machte es sich zur Aufgabe den Spiritualismus im Vereinigten Königreich zu vertreiben.

Die frühen Demonstrationen der Medien waren durchsetzt von physikalischen Phänomenen, wie Materialisationen, Klopfgeräusche, Ektoplasma und dem Phänomen der direkten Stimme die von scheinbar überallher kam. Über die Jahre hinweg sind diese Dinge in Vergessenheit geraten und die Form der Medialität hat sich gewandelt. Heute sprechen wir eher von einer mentalen, denn einer physikalischen Medialität. Heute benutzt ein Medium den eigenen Geist um eine Botschaft direkt von einem Verstorbenen durchzubringen.

Wie arbeitet nun ein Medium?

Wenn wir akzeptieren können, dass der Tod nicht das Ende unserer Existenz ist und unser Körper nur das Gefäß für unser Bewusstsein ist und dass die Seele den physischen Tod überlebt und irgendwo weiterexistiert, dann können wir zu der Seele, dem ewigen Teil des Menschen Kontakt aufnehmen und sie um Informationen, Erinnerungen und Gefühle bitten und sie so unserem gegenüber nahebringen, damit er identifizieren kann, wer da aus der geistigen Welt eine Botschaft für ihn hat.

Aber wo ist nun diese geistige Welt? Sie ist nicht so weit, wie manche gerne glauben würden. Die Welt des Geistes existiert um uns herum und wir sind nicht wirklich von Ihr getrennt. Es ist besser von der geistigen Welt als von einer anderen Dimension zu sprechen, als von einem festen Platz. Es kann auch nur eine andere Vibration sein oder eine andere Schwingung, als die eines menschlichen Körpers. Stellen Sie sich einfach ein Radio vor. Jeder Kanal (Dimension) hat Ihre eigene Frequenz und nur wenn das Feintuning stimmt, kommt eine klare Durchsage und wir können dem Klang lauschen.

Ein Medium lernt sich also auf die entsprechende Frequenz einzustimmen. Die geistige Welt senkt ihre Vibration auf unser schwereres irdisches Niveau und wir müssen unsere Schwingung anheben um ihnen entgegen zu kommen. Eine Verbindung kommt also mit dem Medium und dem verstorbenen Kommunikator aus dem Jenseits zustande.

Unsere Lieben in der geistigen Welt können uns sehen und hören, wann immer sie das Bedürfnis dazu haben. Sie sind auch oft bei uns bei ganz alltäglichen Dingen wie Autofahren und anderen Dingen. Wenn wir dies spüren wollen und in Kontakt treten wollen, dann müssen wir unsere Wahrnehmung verändern und unser Level anheben um die Botschaft aus dieser Dimension zu empfangen. Man muss allerdings wissen, dass der Verstorbene entscheidet, ob er mit uns sprechen will oder nicht.

Diese Kontakte können über ganz unterschiedliche Möglichkeiten empfangen werden. Man nennt dies „ Making a link“. Das Medium sendet die Bitte aus an die geistige Welt und bittet, dass jemand für den Klienten erscheinen möge und fast immer kommt ein Kontakt zustande. Dies können beide spüren. Sowohl das Medium als auch der Sitter (Klient). Wie erfolgreich diese Sitzung ist, kann von vielen Faktoren abhängen. Zum einen ist natürlich auch die Erfahrung des Mediums sicher ein großer Faktor aber natürlich können auch andere Dinge mit hineinspielen.

Ein Medium muss also lernen sich sicher mit der geistigen Welt zu verbinden. Manche Menschen wachsen bereits mit diesen Fähigkeiten auf. Andere gehen über Ausbildung den Weg und trainieren diese Fähigkeiten. Ein möglicher Weg ist der Weg über Meditation. Wir brauchen die Meditation um den Körper zu beruhigen, damit der Geist in den Vordergrund treten kann. Um den Weg eines Mediums zu gehen braucht es viel Liebe, Hingabe und Disziplin.

Unsere Wissenschaftler wissen heute, dass die Augen nur wie ein Fenster sind. Die meiste Arbeit wird von unserem Gehirn erbracht. Bei Kontakten mit Verstorbenen arbeiten wir fast ausschließlich mit der rechten Gehirnhälfte weil wir hier auch über unsere Sinne arbeiten.

Die Werkzeuge und Fähigkeiten eines Mediums

Um als Medium zu arbeiten hat wohl jedes Medium seine eigene Geschichte, doch bei vielen liegt ein gemeinsamer Zweck zugrunde bei der Arbeit mit dem Jenseits.

Ein Medium hat es sich zur Aufgabe gemacht den Beweis anzutreten,

  • dass Leben weiterexistiert nach dem Tod
  • andere Interessierte in Mediumship zu unterrichten
  • Menschen zu beraten und in ihrer Trauer zu begleiten
  • Die eigene Spiritualität zu entwickeln

Wie kommt man nun dazu ein Medium zu werden? Nun, manche sind seit ihrer Geburt oder der frühen Kindheit in der Lage mit den Verstorbenen aus den geistigen Dimensionen zu kommunizieren. Manche kommen erst spät im Leben dazu sich dem Kontakt mit den Verstorbenen zuzuwenden. Manche sind nur neugierig, einige Menschen hatten eine Nahtoderfahrung. Andere Menschen entwickeln den Willen ein Medium zu werden aus einer starken Trauer um einen geliebten Menschen heraus.

Die meisten Medien arbeiten mit mehreren Fähigkeiten, obwohl es üblich ist, dass nur ein oder zwei der Sinne wirklich dominant entwickelt sind. Fast alle Medien arbeiten über den Geist und die Hellsicht. Hierbei entstehen Bilder vor dem dritten, dem inneren Auge und das Medium beschreibt einfach 1:1 was es sieht. Diese Fähigkeit erlaubt einem Medium einen verstorbenen exakt zu beschreiben. Dabei übermittelt uns der Verstorbene ein Hologramm seines Aussehens. Aber erst das Zusammenwirken aller Sinne erlaubt uns das Ganze bild zu sehen. Die geistige Welt kann uns genauso Gefühle zu senden und uns dadurch mitteilen, wie seine Persönlichkeit war und wie er verstorben ist. Diese Bilder, Gefühle und Gedanken (Hellwissen) können alle durcheinander kommen und das Medium muss die Ruhe bewahren um alles strukturiert seinem Klienten zu übermitteln.

Manchmal ist alles so im Fluss und die Informationen kommen so schnell, dass man als medium keinen zweifel über die Richtigkeit der Angaben hat. Manchmal kommt die Information nur Bruchstückhaft an. Das kann verschiedene Ursachen haben. Ein im Leben redegewandter Mann wird auch als geistiger Kommunikator uns viel Information liefern. Ein zu Lebzeiten als Eigenbrötler und wortkarger Mann bekannt, tut sich auch hier mit der Kommunikation sehr schwer. Dann muss das Medium sehr viel härter arbeiten. Fühlt sich das Medium nicht gesund, kann auch hier die fehlende Energie gesucht werden um den schwierigeren Kontakt zu verstehen.

Viele denken, dass man hellsichtig sein muss um ein gutes Medium zu werden. Das kann ich so nicht bestätigen. Viele Medien, die ich hier und in England sehen durfte, arbeiten oft nur über das Hellfühlen oder das Hellhören. Sie haben den dominanten Sinn so perfektioniert, dass sie die fehlenden anderen Sinne ersetzen können. Denken sie an einen Blinden. Auch er muss lernen seine Wahrnehmung zu verändern um hier ohne das Sehen in der welt existieren zu können. Manchmal bekommt ein medium auch Symbole übermittelt, die es dann zu interpretieren gilt. In diesem Symbol ist dann die Botschaft des Verstorbenen enthalten.

Die Rolle des Mediums

Die Hauptverantwortung eines Mediums ist zweifelsfrei zu beweisen, dass Leben nach dem Tod weiterexistiert und der Tod nur eine Tür ist, die wir durchschreiten, ähnlich der Geburt. Auch wenn manche Medien einen Blick in die Zukunft werfen können, ist es nicht die Aufgabe des Mediums Entscheidungen für den Klienten zu treffen.

Die Aufgabe eines Mediums ist Klarsicht über eine Situation oder eine Richtung zu geben, doch oft erhält man einen Rat aus der geistigen Welt, der einen völlig neuen Blickwinkel eröffnet

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